6 Jahre - 7 Programme

 

2011: Naumburg feiert sich mit der Landesausstellung. Der Naumburger Meister als große Baumaßnahme um den Dom herum. Der Domgarten wird mit 4 Bulldozern verwüstet, an der Georgenstraße entsteht ein überdimensionierter Parkplatz, am liebsten möchte der Domstift und der OB noch alle Bäume um den Dom herum ausreißen. Dagegen formiert sich schnell eine Bürgerinitiative, die Domlinden. Gott sei Dank geht der Stadt dann das Geld aus, und die Lindenallee bleibt dem Dom schützend bis heute erhalten.

Hier findet Ihr Fotos aus dem ersten Jahr!

Soviel Geld, dachten sich einige Stammgäste des 11. Gebots, einer kleinen Kneipe im Schatten des übermächtigen Domes, wird da wieder rausgehauen für die Hochkultur. Wie die Jahre danach aussehen würden, war schnell klar, weniger Geld für kleine Kulturprojekte, man hat ja genug mit Dom und Weinfesten. Und auch die Einsicht, dass in dieser Stadt immer schon so Geld ausgegeben wurde, mit Hussiten, die nie vor der Stadt lagen und Prominenten, die vielleicht nie da waren. Und nun der Meister ohne Namen. Gab es den wirklich? Mythen in Tüten!

Und so ist auch der erste Songtext, den Thomas Adam Ralph Steinmeyer auf den Tresen legte, übertitelt, der Naumburger Meister. Schnell werden weitere Mitmusikanten gefunden, Volker Varrelmann, Jörg Edel, Andre Zimmermann und Michael Jo Joachim und man beginnt mit dem Programm "Wie Uta gemacht wurde". Noch nicht ahnend, was für einen genialen wie witzigen Texteschreiber man dabei hat. Drei Monate später dann der erste Auftritt bei den Hofkulturtagen am Domplatz.

Das Werbemittel der Naumburger Meister: Postkarten. Sehen Sie hier!

2012: Mit "Rudenbudenzu" entsteht dann ein Musik kabarettistisches Programm, das locker und witzig verwoben ist, aber erst im drauffolgenden Jahr zum Publikumsliebling werden wird. Das liegt daran, dass es für die Meister musikalisch in der "Taverne zum 11. Gebot" nicht weiter geht, der Wirt hat nur wenig Termine frei gelassen. Jürgen Perl, der mit seinem Saxofon das Programm positiv beeinflusst hat, verlässt die Meister kurz nach der Premiere wieder. So dümpelt man durchs Jahr mit einem Torso aus beiden Programmen.

2013: Da holt Hardy Hanschke die Meister ins Bocks, der dortige Gewölbekeller wird für die kommenden Jahre zur Kleinkunstbühne. Für "Rudenbudenzu" holen sich die vier Naumburger Meister (Thomas Adam, Ralph Steinmeyer, Volker Varrelmann und Jörg Edel) die beiden Whiskystars dazu, für das Uta Programm den Naumburger Domarchivar, Matthias Ludwig. Und der bringt nicht nur mittelalterliche Texte mit, sondern ein ausgesprochen exaltiertes schauspielerisches Talent. Am Jahresende kommt noch das Weihnachtsprogramm "Mary Christmas" hinzu und die Naumburger Meister haben ihre Format gefunden.

2014: Alle drei Programme werden im Kleinkunstkeller des Bocks gespielt, die Vorstellungen sind fast immer ausgebucht. Im Sommer Premiere der musikalischen Stadtführung "Die Rauhe Nacht", benannt nach dem Geschichtsfälscher Johann Georg Rauhe. Ende des Jahres übergibt Hardy Hanschke das Bocks an seinen Koch und beginnt mit den Umbauten zur Wiedereröffnung des Ratskellers als Brauhaus.

2015: Im Frühjahr die Premiere des Luther Programms in 2 Varianten: als Kabarett Programm mit 3 Gänge Menu oder als reines Musikprogramm, allerdings nun mit mehr Theater Anteil als in den vorherigen Stücken. Nach der Sommerpause wird auch "Uta anders Treffen" nochmals gespielt, in der Vorweihnachtszeit wie jedes Jahr "Mary Christmas" (vor ausverkauften Haus).

Sehen Sie hier Fotos aus den Jahren 2014 und 2015!

2016: Endlich haben die Meister einen eigenen Proberaum, die "Ständige Vertretung" in der Jüdengasse, unweit vom Marktplatz. Und sie folgen Hardy Hanschke in den Ratskeller, beginnen im Januar mit den Proben zu "Goethes Aderlass" - ihrem sechsten Programm, das eine Woche vor der 5 Jahre-Feier im April aufgeführt wurde. Auch das Lutherprogramm wurde weiterhin gespielt.
Verstärkung für Volker Varrelmann, der die Gruppe im Frühjahr verließ, findet sich in dem Klarinettisten und Saxofonisten Jan Geissler, der mit viel Spaß das neue Weihnachtsprogramm "Christmas With Mary" bereichert.

2017: Naumburg im Lutherjahr: Eine neue Webseite mit allen Kulturterminen zu Luther in der Region wird ins Netz gestellt und mit Stadt und Domstift gemeinsam das 475. Jubiläum der Bischofsweihe begangen.
Dirk Heinecke verstärkt die Naumburger Meister und schreibt neue Szenen für das überarbeitetet Lutherprogramm. Außerdem ist er Feder führend bei dem Skriptplay für "Schach dem Luther". Die Lutherrunde schreibt Ralph Steinmeyer, der heraus findet, dass der Reformationsstreit auch einer zwischen Bier- und Weintrinkern war.